SEO 1×1

Informationen zu SEO und SEM in Verbindung mit der Suchmaschine Google.

SEO als Kundengewinnungsinstrument. Optimierung nach Ländern oder nach Sprachen

Das Wirtschaftsleben spielt sich immer mehr online ab. Die Kaufentscheidungen werden vielfach online getroffen. Umso wichtiger ist es, die Angebote prominent für Verbraucher zu platzieren. Weil Suchmaschinen das Tor zur Online-Welt sind, ist Suchmaschinenoptimierung grundlegend für Erfolg im Web. Je besser ein Angebot in den Suchmaschinenergebnislisten platziert ist, desto höher die Chancen auf attraktiven Umsatz.

Zwei Formen sind hier zu unterscheiden: SEO nach Land und SEO nach Sprache. Welche Ausrichtung die beste ist, entscheidet jedes Unternehmen individuell. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle.

SEO nach Sprachen: weniger Hostingkosten, weniger differenzierend

Bei der Orientierung an der Sprache zeigt sich der Vorteil, dass viele Nationen die gleichen Sprachen sprechen. So reicht eine optimierte Webseite über Ländergrenzen hinweg. Das spart Hostingkosten. Auf landesspezifische Eigenarten kann hierbei jedoch keine Rücksicht genommen werden. Auch wenn Briten und Amerikaner englisch sprechen, so unterscheiden sich das Vokabular und die Schreibweisen teils deutlich. Während ein Brite zu Kofferraum „boot“ sagt, spricht ein Amerikaner von „trunk“. Engländer nennen Fußball „football“ und Amerikaner spielen „soccer“. Auch Deutsche und Schweizer nutzen unterschiedliche Begriffe, die der Ortsfremde unter Umständen nicht versteht. Ein Deutscher bezeichnet als „Thunfisch“, wozu ein Schweizer „Thon“ sagt. Und ein deutscher Verbraucher, der beispielsweise Hackfleisch vom Schwein suchen, wird in Berlin mit dem Begriff „Hackepeter“ fündig.

Regionale Besonderheiten können bei Sprachversionen von Webseiten nicht berücksichtigt werden. Seien es aktuelle Moden oder Trends – kein Land ist wie das andere. Daher kann ein Suchmaschinenoptimierer hier nicht so gezielt arbeiten wie bei Länderversionen, die zudem mit spezifischen Währungen, Maßeinheiten und Adressen arbeiten können.

SEO nach Ländern: kulturelle und Zielgruppenkenntnisse gefragt

Suchmaschinenoptimierung sollte sich nach den Zielgruppen richten. Die Suchbegriffe sollten entsprechend gewählt werden. Denn die Zielgruppen nutzen je nach Alter, sozialer Herkunft und Interessen unterschiedliches Vokabular. Muttersprachler, die sich im jeweiligen Land gut auskennen, werden hier gute Dienste leisten. Sie können die Sprache gezielt einsetzen. Die Userfreundlichkeit steigt damit.

Zielgruppennähe bedeutet bessere Nutzerfreundlichkeit. Ansprechpartner und Währungen sind gezielt wählbar. Zwar ist die Ausführung kostenintensiver, weil mehr Webseiten zu pflegen sind. Jedes Land braucht seine individuelle Strategie. Der Aufwand steigt, aber auch der Erfolg nimmt zu, wenn Fachleute am Werk sind.

Herausfinden, was und wie die Zielgruppen suchen

Um Kunden zu gewinnen, sollten die jeweiligen Neigungen und Wünsche klar sein. An Suchbegriffen wird das plastisch. Wenn ein Internetnutzer nach Schuhen sucht, wird er den Begriff in Singular oder Plural, in Verbindung mit den Begriffen „kaufen“ oder „finden“ bzw. ähnlichen Begriffen in den Suchschlitz einer Suchmaschine eingeben. Die Suchergebnisse, die nun erscheinen, betrachtet der Nutzer und wählt anhand der Seitentitel und -beschreibungen das für ihn passende Angebot aus. Vielfach werden auch mehrere Ergebnisse angeklickt, um sie auf Relevanz zu prüfen. Stimmen nun Wunsch und Angebot  überein, wird der Nutzer auf der Webseite verweilen. Enttäuscht die Landingpage mit unpassenden Angeboten, so klickt der User sie wieder weg. Die Absprung-Raten steigen damit und das erkennt auch Google. Userfreundlichkeit und eine gute Suchmaschinenoptimierung sind also grundlegend für die Neukundengewinnung und Kundenbindung.

SEO mit Top Level Domains

Hilfreich für gute Platzierungen bei Google und Co. sind auch Suchbegriffe in den URLS. Findet sich der Begriff „Schuh“ im Webseitennamen wieder, so steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite bei entsprechender Suche gelistet wird. Auch die Wahl der Top Level Domains hilft beim Ranking. Wer in Deutschland Schuhe verkaufen möchte, sollte die Endung .de wählen, um ein besseres Ranking zu erzielen.

Google Schweiz bevorzugt Webseiten mit ch-Endung. Wird zudem ein landesspezifischer Begriff in die URL einbezogen, den die Zielgruppen bei der Suche einbeziehen, so sinkt die Zahl der Konkurrenten bei den Suchergebnissen. Die Suchmaschinenoptimierung erfordert tiefgreifendes Wissen bezüglich Sprachverwendung, Moden, Mentalität und Zeitgeist.

 

Über den Autor: Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.


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